PiratenAPO Manifest

Die PiratenAPO sind linksradikale friedliche #Piraten, die folgende Ideen supporten wollen:

  • Das #Piraten-Programm
  • Herrschaftskritik (auch ökonomisch), Emanzipation von Unterdrückung und Diskriminierung
  • Kritik an Anpassungen, die durch vorherrschende Strukturen oder Machtanhäufung in Amt, Mandat oder Stellung gefördert werden (Politik 1.0)
  • negative Freiheit und positive Freiheit (Teilhabe, BGE) gleichermaßen für alle Menschen
  • Menschenrechte
  • Demokratie
  • Internet
  • Aufklärung, freier Zugang zu Wissen
  • no borders, no nations, globale Solidarität
  • Die Unvereinbarkeitserklärung

Twitter: @PiratenAPO.

Dieser Text kann beliebig kopiert und verwendet werden.

(„internationale Solidarität“ korrigiert zu „globale Solidarität“)

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17 Gedanken zu „PiratenAPO Manifest

  1. juhi sagt:

    ich find ja „aktiv vs. passiv“ bei freiheit prägnanter als „positiv vs. negativ“ aber das ist wahrscheinlich nur geschmackssache.

  2. Was heißt „friedlich linksradikal“? Ist das nicht ein Widerspruch?

  3. The Citizen sagt:

    @buntomat:
    Ich würde es so interpretieren: Radikal heißt Probleme an der Wurzel lösen zu wollen, auch gegen den Anpassungsdruck des Systems; und Links das weitere, das oben im PiratenAPO-Manifest steht. Beides zusammen ist Linksradikal. Friedlich bedeutet Umsetzung dieser Ziele ohne Gewalt — also dass sich die eigenen Ziele und Werte (z.B. Menschenleben schützen) _immer_ in den gewählten Mitteln widerspiegeln müssen. Es ist, finde ich, also kein Widerspruch, sondern eher Bedingung füreinander.

  4. agtrier sagt:

    Ich stör mich auch ein wenig an dem Begriff „linksradikal“ – weder sind die Forderungen ausschließlich „links“, noch sind sie wirklich „radikal“. Es handelt sich eher – im besten Sinn – um libertäre Positionen.

  5. Kain sagt:

    Ich würde es ja eher Links+Radikaldemokratisch schreiben:)
    Da wäre ich dann bei euch.
    Linksradikal kann z.B. nach Marx bedeuten, dass man als Partei die 1 Parteien Herrschaft anstrebt(die sog. Diktatur des Proletariates) in dem die „Vernünftigen“ ergo. die Partei die Gesselschaft durch die Errichtung einer Diktatur im Namen der Unterdrückten zur Toleranz erziehen versucht.Etwas was in der Vergangenheit versucht wurde und logischerweise gescheitert ist. Oder um Bakunin zu zitieren, der das ganze Dilema der real existierenden Sozialismus kommen sah.

    „Sie versichern, daß allein die Diktatur, natürlich die ihre, die Freiheit des Volks schaffen kann; wir dagegen behaupten, daß eine Diktatur kein anderes Ziel haben kann, als nur das eine, sich zu verewigen, und daß sie in dem Volk, das sie erträgt, nur Sklaverei zeugen und nähren kann.“
    Michail Alexandrowitsch Bakunin: Staatlichkeit und Anarchie, 1873

    Benutzt bitte keine geschichtlich verbrauchte Begriffe, die mißverstanden werden können, wenn ihr nicht gerade eine Machtübernahme des Staates und Ausschaltung der Demokratie durch die Piratenpartei anstrebt 😀
    (Kleiner Scherz am Rand 🙂 )
    Daher nennt euch anderst.
    Wie oben geschrieben z.B. „Links und radikaldemokratisch“,
    Anarchistisch-Linksalternativer Flügel“ etc. Aber bitte,bitte nicht Linksradikal, das von der Anarchie bis zum Linken Totalitarismus alles bedeuten kann.

  6. maxen sagt:

    Watt nu‘ PiratenAPO? Außerparlamentarisch? Bestätigte den Parlamentarismus, durch Anerkennen eines Innen und Außen. Ebenso – was soll die Bestätigung des überholten Rechts-Links-Modells, durch die Bekenntnis, links zu sein?

    NICHTS gegen regionale Vorlieben, aber – ist es nicht ein Widerspruch – ‚Nationalismen‘ durch Bekenntnis zur Internationalität an-zu-erkennen und sich gleichzeitig ’no nations‘ auf die Fahne zu schreiben? Wenn ich Nationen überwinden möchte – dann schreib’ich das auch so: übernational!

    Mir scheint die Initiative, von Aufklärung und Befreiung weit entfernt.
    Allen im Rechts-Links-Modell Gefangenen möchte ich zu rufen: „Die Geschichte rechter, wie linker Vereinnahmung anarchistischer Erfolge bis hin zu Mord & Totschag ist nicht vergessen!“ Hört auf zu schießen – hier stehen Menschen! Und – Runter von der Bühne – wir brauchen das Holz!

    Mir wäre es lieber, wenn die Idee des PiratenTAO aufgegriffen werden würde:
    „Transparenz – Apokalypse – Offenbarung“! Das würde nicht nur zum Denken anregen, sondern ermöglicht, über die Aufklärung empört, engagiert, endlich emanzipiert in die Befreiung zu steuern!!

    Alles Gute ist Liebe, maxen

  7. Carridwen sagt:

    Update: Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Jetzt neu:
    Ich persönlich stehe nicht ohne Bedingung zur Demokratie, so wie es gerade läuft. Demokratie muss dynamisch statt finden.
    Es ist nicht ausreichend, Mitbestimmung nur über Wahlen stattfinden zu lassen. Wir müssen Protest auf die Straße tragen und dürfen uns nicht auf dem bestehenden System ausruhen.
    Oppositionfraktionen haben es in den Parlamenten echt schwer. Auch hier möchte ich mehr Dynamik. So ist es zum Beispiel in Berlin, dass alle „Wahlalter ab 16“ im Programm haben, bis auf die CDU -> dementsprechend findet keine Veränderung statt, obwohl es eine Mehrheit gäbe. Demokratie und demokratische Prozesse sind schwierig. Mir mangelt es momentan vor allem an Dynamik, Mitbestimmung und Offenlegung von politischen Enstscheidungen!
    Natürlich bin ich „gegen das System“, es braucht ein Update 😉

    • The Citizen sagt:

      Ich trenne meine Antwort in drei Teile:
      (1) Unsere aktuelle „Demokratie“ ist wirklich viel Show, viel Ungerechtigkeit, wenig Mitbestimmung/Partizipation, und viel Machtanhäufung und damit -missbrauch bei Eliten; wenig echte Demokratie. Also volle Zustimmung bei diesem Punkt! (Aus den Gründen hat sich 2011 in Spanien die soziale Bewegung „Democracia real ya“ / „echte Demokratie jetzt“ gebildet, siehe auch 15M-Bewegung. Die find ich cool.)
      (2) Den Begriff „Demokratie“ abstrakt finde ich gut, weil er für mich für Partizipation aller Menschen steht. Für die Idee von „one human, one vote“, also gleichberechtigtes Partizipationsrecht (wie auch immer man das dann ausgestalten mag, nicht unbedingt nur über Wahlen). Außerdem stecken für mich auch wichtige Dinge wie Minderheitenschutz, Gewaltenteilung, gleiche Rechte und Behandlung, Anrecht auf ein faires Gerichtsverfahren, Menschenrechte, öffentlicher Meinungsaustausch, Presse-/Meinungs-/Versammlungsfreiheit etc. mit drin. Habe vor längerer Zeit auch mal Kriterien für eine Demokratie hier verbloggt (auch auf Basis von einer Infoseite der Bundeszentrale politische Bildung zu „Demokratie“):
      http://democracywatchdog.wordpress.com/criteria/
      (3) Volle Zustimmung: Nur an Stellschrauben zu drehen reicht keinesfalls! Und die o.g. Prinzipien, was Demokratie in meiner Definition bedeutet, muss man wohl auch ganz anders und besser umsetzen als bisher. Deswegen radikal! Das ist denke ich notwendig. Radikal, und mit bestimmten Idealen/Werten 🙂

    • BitzeBatze sagt:

      „Ich stehe nicht unbedingt zur Demokratie'“ sry carridwen, was ist denn dann die Alternative? Das derzeitige System als reine Show bezeichnen zu wollen, ist auch sehr gewagt.

    • Ursula Bub-Hielscher sagt:

      Liebe Mareike, ich finde es als Radikaldemokratin falsch die Demokratie anzuzweifeln, es ist ein großes Problem, wie sie heute praktiziert wird. Den Grundgedanken jedoch sollten wir nicht anzweifeln.

    • Dein Alternativ-Vorschlag würde auch mich interessieren. Unsere derzeitiges System ohne Ersatz zu zerstören wäre sehr gefährlich. Also braucht es Alternativen. Was wäre denn Deine? Du als gütige Herrscherin? Oder Diktatur des Proletariats? Oder Anarchie?

      Andere Demokratie-Systeme wie Liquid Democracy sind ja auch demokratische Systeme und zu denen „stehst Du ja nicht unbedingt“.

      Wenn also nicht gleichberechtigte Macht aller (Demokratie) was dann?

      Ungleichberechtigte Macht?
      Einzelherrscher(in)?
      Keine Macht für niemand?

      • Hat sich mittlerweile über Twitter geklärt.
        Habe Carridwen jetzt so verstanden: Es war Kritik an bestehender Form der Demokratie, nicht an der Idee „Demokratie“ an sich. Und „nicht unbedingt“ ist gemeint im Sinne von „nicht bedingungslos“.

    • @netzhocker sagt:

      Demokratie (unsere) kann weder kaputt gehen noch funktionieren, zumindest nicht aus sich heraus. Sie kann nur durch Gelebt-werden (oder nicht-gelebt werden) einen Stellenwert erhalten. Vergleiche sie mit einem Atom, das mit seinem Kern und den äußeren Schalen Masse suggeriert aber doch nur zu 98 % aus leerem Raum besteht. Dieser leere Raum ist das eigentliche Wesen der Demokratie (und des Atoms) bzw. Demokratie schafft diesen Raum erst – für uns. Und somit kennen wir nun den Punkt auf den es ankommt. Auf uns und wie wir diesen Raum den die Demokratie für uns geschaffen hat nutzen werden.

      Gruß
      netzhocker

  8. Hollarius sagt:

    Das Manifest unterschreibe ich. Es ist auch deutlich konkreter als das Frankfurter Manifest, dass ich eigentlich auch unterschreiben könnte, wenn ich nicht wüsste, dass es von Leuten kommt, die ihre eigene Wichtigkeit darin festschreiben wollen 😉

  9. Apo-Oma sagt:

    Das Manifest könnte noch explizit ein anderes Geldsystem fordern, frei von Zins und staatlich herausgegeben. Gut dass das BGE bereits drinsteht. Beides sind Grundpfeiler fuer ein gerechteres, stabiles Gesellschaftssystem. Ich glaube, es ist nicht unbedingt nötig, sondern sogar problematisch, um Staaten aufzulösen zu wollen, geschichtlich gesehen, war das immer ein Bestreben des Grosskapitals (jetzt wieder in der EU). Das Erkämpfen demokratischer Rechte war bislang immer etwas, das auf Volksebene geschah.

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